Die Stiftung Luthergedenkstätten
Die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt
Martin Luther als Mönch, Kupferstich von Lucas Cranach d. Ä., 1520 Das Erbe Martin Luthers und der Reformation ist vielen Menschen auf der ganzen Welt wichtig. Es zu bewahren und zu vermitteln, ist die Aufgabe der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt.

Die Stiftung wurde 1997 gegründet. In ihrer Obhut befinden sich vier Museen: das Lutherhaus und das Melanchthonhaus in Wittenberg sowie Martin Luthers Geburtshaus und das Museum „Luthers Sterbehaus“ in Eisleben. Alle vier Häuser gehören seit 1996 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Gebäude, Sammlungen und Ausstellungen werden von der Stiftung gepflegt und weiterentwickelt.

Eine breitgefächerte Vermittlung der Reformationsgeschichte zählt zu den zentralen Aufgaben und Anliegen der Stiftung. Dazu konzipieren und organisieren die Mitarbeiter Ausstellungen und Tagungen, erschließen die Sammlungen und publizieren ihre Forschungsergebnisse. Ausstellungsführungen, Vorträge und Lesungen runden das vielfältige Angebot ab.

Ein weiterer zentraler Aspekt der Vermittlungsarbeit ist die kulturelle Bildung. In allen vier Museen hat die Stiftung vielfältige museumspädagogische Programme entwickelt, die Kindern und Jugendlichen, aber auch Erwachsenen die Gelegenheit bieten, sich auf spielerische Art mit der Reformation auseinanderzusetzen und ihre Protagonisten kennenzulernen.

Die Bibel, ins Deutsche übersetzt von Martin Luther, Druck von 1534 Das Forschungsprofil der Stiftung setzt Schwerpunkte vor allem in der Aufarbeitung der visuellen Wirkung der Reformation und der Geschichte der eigenen Häuser als Beispiele der Lutherrezeption. Zu den wissenschaftlichen Aktivitäten zählen Forschungsprojekte, Tagungen und die Herausgabe von Publikationen.

2007 wurde unter dem Dach der Stiftung die Geschäftsstelle „Luther 2017“ errichtet. Damit ist die Stiftung ein zentraler Akteur bei den Vorbereitungen für das Reformationsjubiläum 2017, wenn sich der Thesenanschlag Luthers zum 500. Mal jährt.