Lutherrosen-Schenkung

Foto einer Lutherrose aus koloriertem Zinn
Veröffentlicht am 
23.03.2017
Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt
Die Lutherstädte Eisleben, Eisenach und Worms erhalten über 300 Lutherrosen aus dem Nachlass des Bildhauers Gustav Nonnenmacher.

Als der im südwestdeutschen Raum bekannte Bildhauer Gustav Nonnenmacher 2012 in der Lutherstadt Worms verstarb, fand man im Nachlass des Künstlers über 300 Lutherrosen aus koloriertem Zinn. „Wir waren völlig überrascht“, meint seine Tochter Ulrike Arnold-Nonnenmacher, „wir wissen bis heute nicht, zu welchem Anlass er diese Medaillons geschaffen hat.“

Die in Worms gefundenen Exemplare wurden nun am 23. März offiziell als Geschenk an die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, die Stiftung Lutherhaus Eisenach und die Kirchgemeinden St. Magnus in Worms sowie St. Andreas-Nicolai-Petri und St. Annen in Eisleben übergeben.

Bekannt wurde Gustav Nonnenmacher durch seine "Baustein-Aktion": Als die alte in Worms stehende Lutherulme starb, schuf der Bildhauer aus diesem Baum ein großes Holzrelief und nach seinem Modell wurden über 30.000 etwa 4 cm große Lutherrosen aus dem Holz des Lutherbaumes geschnitzt. Sie werden als „Bausteine“ in der ganzen lutherischen Welt verkauft und der Erlös wird zum Wiederaufbau von zwei im Krieg zerstörten Kirchen verwendet.

Mit der Schenkung der in Gustav Nonnenmachers Nachlass gefundenen Rosen an die begünstigten Institutionen wird die Baustein-Aktion erneuert und über die Grenzen von Worms hinaus getragen.

Auch Ulrike Arnold-Nonnenmacher vermutet, dass ihr Vater an eine Wiederholung der erfolgreichen Aktion gedacht haben könnte und führt aus: „Wir Erben haben beschlossen, nunmehr im Lutherjahr 2017 diese Lutherrosen Institutionen in den Lutherstädten Eisleben, Eisenach und Wittenberg zu schenken. Wir glauben, dass der Fund so in gute Hände kommt und sinnvoll verwendet wird."

 

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