Luthers Erklärung der Zehn Gebote und Cranachs Gebotetafel: Beichtunterweisung, Seelsorge, Katechismus

Martin Luther beim Augsburger Verhör im Oktober 1518
15.05.2018
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18:30
 Uhr
Kapelle im Augusteum | Wittenberg
Vortragsreihe "Luther 1518"

Bereits im 15. Jahrhundert spielten die Zehn Gebote im Zusammenhang mit der Beichtunterweisung eine sehr wichtige Rolle. So gehörten auch für Martin Luther die Zehn Gebote zu den Zentraltexten des Glaubens. Diesen widmete er erstmals von Juni 1516 bis Fastnacht 1517 eine Predigtreihe, die er 1518 als fortlaufende Auslegung in lateinischer Sprache veröffentlichte. Zeitgleich beschäftigte sich auch der Maler Lucas Cranach d. Ä. mit den Zehn Geboten, die er als künstlerisches Motiv entdeckte. Wurde er durch Luthers Predigten inspiriert? Die große Bildtafel, die der Künstler 1516 schuf, hängt heute im Refektorium des Lutherhauses in Lutherstadt Wittenberg. Anfang des Jahres wurde sie aufwändig restauriert.
Der Vortrag vergleicht die Ansätze des Theologen mit denen des Malers und stellt Verbindungen und Unterschiede her. Dabei wird die Bedeutung der Gebote für die Beichtunterweisung, Seelsorge und Katechese in der Frühen Reformation entfaltet.

Der Eintritt ist frei.

Vortragende: Dr. Ruth Slenczka
Sie promovierte 1994 in Göttingen mit der Arbeit „Lehrhafte Bildtafeln in spätmittelalter-lichen Kirchen“ in mittlerer und neuerer Geschichte. Nach Zwischenstationen als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Göttinger Akademie der Wissenschaften und am Institut für Geschichtswissen-schaften der Humboldt-Universität Berlin übernahm sie 2014 die Geschäftsführung des wissen-schaftlichen Beirats für das Reformationsjubiläum 2017. Seit 2015 ist sie Ausstellungskuratorin am Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam.

Veranstaltung
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