Sonderausstellungen

01. Oktober 2020 bis 31. Oktober 2022
Luthers Sterbehaus | Lutherstadt Eisleben

Raus mit der Sprache!

Die Sprache Martin Luthers hat die Welt bewegt: Seine und unsere heutige Sprache werden in unserer Mitmachausstellung „Raus mit der Sprache!“ in Eisleben erfahrbar – experimentell, interaktiv und spielerisch!

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20. August 2021 bis 20. Februar 2022
Augusteum | Lutherstadt Wittenberg

Pest. Eine Seuche verändert die Welt

Kaum eine Krankheit hat bis heute solche Spuren in der abendländischen Kultur hinterlassen und das kulturelle Gedächtnis Europas so tief geprägt wie die Pest. In der neuen Sonderausstellung gehen wir der Pest auf den Grund.

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Der erste lutherische Jerusalempilger

"Museum nach Feierabend" mittig oben, unten rechts Illustration des Sterbehauses, dunkler Hintergrund
27. Mai 2021
18:30 Uhr
Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt

Vortragsreihe "Museum nach Feierabend"

Der erste lutherische Jerusalempilger  – und weitere Protestanten des 16. Jahrhunderts auf dem Weg in das Heilige Land

Martin Luther hat Wallfahrten immer wieder kritisiert. Dennoch zogen seit der Mitte des 16. Jahrhunderts auch zahlreiche Protestanten in das Heilige Land, um das Grab Jesu und die Stätten der biblischen Erzählungen zu sehen. Der erste von ihnen war – soweit wir bislang wissen – der spätere Hallenser Apotheker Wolfgang Holtzwirth. Das 1522 geborene Kind einer Hallenser Ratsfamilie wurde nach dem frühen Tod des Vaters in Eisleben und Manfeld bei Graf Albrecht von Mansfeld erzogen. Nach seiner Lehre arbeitete er in der Wittenberger Apotheke von Lukas Cranach und bracht von dort 1544 zu einer Reise nach Italien auf. In Rom arbeitete er in der päpstlichen Apotheke und traf dort den böhmischen Mathematiker und Instrumentenbauer Ulrich Prefat von Vlkanov, mit dem er 1546 gemeinsam in das Heilige Land reiste. Das handschriftliche Gedenkbuch Holtzwirths beschreibt nicht nur diese Reise, sondern auch seine anschließenden Lebensstationen, die über Tallin, Wittenberg und Nowgorod schließlich wieder nach Halle führten, wo er 1555 die noch heute bestehende Löwen-Apotheke gründete.
Was wir von dieser Reise und über die an sie gepflegten Erinnerungen wissen, lassen sich andere Reiseberichte aber auch Bildzeugnisse aus Mittel- und Norddeutschland an die Seite stellen. Sie berichten von anderen Bürgern oder Adligen, die sich trotz – oder auch wegen (?) – ihres protestantischen Bekenntnisses auf die Pilgerfahrt zu den Spuren Jesu im Heiligen Land begaben.

Referent: Dr. Hartmut Kühne studierte an der Kirchlichen Hochschule Berlin (Ost) und an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin Evangelische Theologie. Er war von 1993 bis 2008 an der Humboldt-Universität zu Berlin als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Seit 2009 ist er freiberuflich für verschiedene Ausstellungs- und Forschungsprojekte tätig.

Aufgrund der Coronaverordnung findet dieser Vortrag nicht als Präsenzveranstaltung statt, sondern wird als Video veröffentlicht. Das Video wird auf unserer Website, bei Facebook und Youtube zur Verfügung gestellt.

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