Sonderausstellungen

01. Oktober 2020 bis 31. Oktober 2022
Luthers Sterbehaus | Lutherstadt Eisleben

Raus mit der Sprache!

Die Sprache Martin Luthers hat die Welt bewegt: Seine und unsere heutige Sprache werden in unserer Mitmachausstellung „Raus mit der Sprache!“ in Eisleben erfahrbar – experimentell, interaktiv und spielerisch!

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24. Juni 2022 bis 09. Juli 2023
Augusteum | Lutherstadt Wittenberg

Tatort 1522 – Das Escapespiel zur Lutherbibel

Zum 500-jährigen Jubiläum von Luthers Bibelübersetzung präsentieren wir eine Mitmachausstellung im Escape-Raum-Format. Die Ausstellung ist für Schulklassen sowie für Familien und Erwachsenen-Gruppen geeignet.

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Großes Finale im Poetry-Slam- Wettstreit

25. Oktober 2021
Luthers Sterbehaus | Lutherstadt Eisleben

Am Wochenende fand das interdisziplinäre Sprachprojekt „Luthers Denkzettel – Lockvogel Poetry Slam“ in einem Poetry-Slam-Wettstreit in Luthers Sterbehaus in Eisleben seinen Höhepunkt. Die 14-Jährige Ari-Zara Kühn aus der Kunstklasse des Wettiner Gymnasiums ging als Gewinnerin hervor.
Das Projekt, initiiert von uns, der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, dem Friedrich-Bödecker-Kreis in Sachsen-Anhalt e. V. und den Poetry Slammerinnen Katja Hofmann und Josephine von Blütenstaub, startete vor gut vier Wochen. Fünf Klassen aus vier Schulen wurden in Workshops dazu befähigt, Poetry-Slam-Texte zu verfassen und vorzutragen.

Die Preisträgerin Ari-Zara Kühn überzeugte mit einem emotionalen Text über sexuelle Gewalt an Frauen. Nicht minder aktuell waren die Texte der Zweit- und Drittplatzierten: Die 8-Klässlerin Muriel Flor aus der Sekundarschule „Unteres Geiseltal“ slamte über die  jugendlichen Erschwernisse, mit sich und der Welt zurechtzukommen, dabei auf Abwege zu kommen und dennoch immer wieder aufzustehen. Die 14-Jährige Paula Lukowsky, ebenfalls aus der Kunstklasse des Wettiner Gymnasiums, stellte in ihrem eindrücklichen Text die Frage: „Was ist Glück?“ und verglich die tägliche Hungersnot in Afrika mit dem alltäglichen Glück bei uns.
Doch auch die anderen acht Slammer:innen beeindruckten mit ihren Texten, die zumeist poesievoll, witzig, aber auch oft nachdenklich und berührend waren. So standen Rick Tettel, Selina Hanisch, Pia Leubner, Ronja Spiegel und Lina Geipel vom Querfurter Gymnasium sowie Jason Fischer, Ray Hausner und Lena Rückert vom Martin-Luther-Gymnasium Eisleben den drei Erstplatzierten in nichts nach. Idee des Projektes war es, Jugendliche dazu zu bewegen, sich mit Sprache auseinanderzusetzen, den eigenen Sprachgebrauch zu reflektieren und zu hinterfragen sowie neue kreative Ausdrucksfähigkeiten zu entwickeln. Unterstützt wurden sie dabei von den erfahrenen Poetry Slammerinnen Katja Hofmann und Josephine von Blütenstaub. „Das Projekt war ein voller Erfolg“, so Kathrin Meukow, Leiterin des Projekts bei der Stiftung Luthergedenkstätten, „wir waren total begeistert, wie sich die jungen Menschen darauf eingelassen haben, mit Sprache zu experimentieren, wie sie ihre Gefühle und Empfindungen und die Themen, die sie bewegen, in Worte fassen und wie großartig sie die Texte vor dem Publikum performen konnten.“ Alle Beteiligten sind sich einig: Es soll nicht das letzte Poetry-Slam-Projekt gewesen sein.

Teilgenommen hatten fünf Klassen des Gymnasiums Querfurt, des Burg-Gymnasiums Wettin, des Martin-Luther-Gymnasiums Eisleben und der Sekundarschule „Unteres Geistal“ in Braunsbedra. In jeweils einwöchigen Workshops lernten sie unter Anleitung der beiden Poetry Slammerinnen und den Autor:innen des Friedrich-Bödecker-Kreises das Format des Poetry Slams in seiner ganzen Bandbreite kennen. Ziel war es, mittels Schreibaufgaben und Übungen eigene Gedanken und Erfahrungen sprachlich-literarisch umzusetzen, Schreibblockaden abzubauen und Hemmungen, Texte öffentlich vorzutragen, zu überwinden. Die Jugendlichen lernten zudem, wie das Gesagte durch Mimik und Gestik unterstrichen und für das Publikum pointiert werden kann.
Das Projekt fand im Rahmen unserer Mitmachausstellung „Raus mit der Sprache!“ statt, die noch bis zum 31. Oktober 2022 in Luthers Sterbehaus in Eisleben entdeckt werden kann. Sie richtet sich in erster Linie an Kinder und Jugendliche, die hier die deutsche Sprache experimentell, spielerisch und interaktiv erleben können und erfahren, wie sie funktioniert, wie wir sie nutzen, was wir mit ihr bewirken und wie wir sie verantwortungsvoll einsetzen können. 

 

Bildergalerie

© Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt / Fotos: Bertram Plischke
 

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