Hinter geschlossenen Türen

Das Archiv unter dem Augusteum in Wittenberg
03. April 2020
Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt

Unsere Museen sind nun seit fast drei Wochen geschlossen – und werden es auch weiterhin noch sein. Aber natürlich lassen wir uns nicht unterkriegen und machen das Beste aus der Situation!

Auch wenn wir momentan keinen Besucherverkehr haben, so gibt es doch jede Menge bei uns in der Stiftung zu tun: Da gibt es Berge von Akten, die schon lange mal gesichtet, sortiert und archiviert werden müssen, da gibt es eine umfangreiche Ausstattung, die inventarisiert werden muss, da gibt es fünf Museen, die bereit für den Frühjahrsputz sind, da gibt es umfangreiche Außenanlagen, die für den Sommer hergerichtet werden müssen und natürlich unsere vielen Liegenschaften, an denen es immer etwas zu reparieren gibt. Wir können die Zeit also nutzen, um das zu tun, was sonst im Alltag meist liegen bleibt oder schlicht auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wird.

Unsere Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen nutzen die Ruhe, um zukünftige Projekte zu planen und vorzubereiten, um Sonderausstellungen zu konzipieren, unsere Sammlung zu inspizieren und für den geplanten Umzug in ein neues Depot vorzubereiten und um zu einzelnen Exponaten die so lange schon angedachte Forschung endlich voranzubringen. Was dabei herauskommt, werden wir sicher alle bald erfahren …

Um diese Aufgaben anzugehen, haben sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in kleinen Teams zusammengefunden. Denn trotz Abstand arbeitet es sich doch besser gemeinsam: Das „Team Archiv“ kümmert sich um die Akten, das „Team Freianlagen“ um unsere Häuser, Gärten und Höfe, das „Team Inventarisierung“ um unsere Ausstattung, das „Team Führungen“ konzipiert neue Themenführungen durch unsere Dauerausstellungen (wir können also gespannt sein!), das „Team Museen“ räumt kräftig auf und die Kolleginnen und der Kollege aus der Kulturellen Bildung widmen sich der Planung von zukünftigen Programmen für Groß und Klein. Das „Team Kommunikation“ denkt sich unterschiedliche Inhalte und Formate aus, um unsere Besucherinnen und Besucher auch digital zu unterhalten, sie an unseren Museen weiterhin teilhaben zu lassen und natürlich, um mit all dem auch etwas Abwechslung in unsere Tage zu bringen, die wir doch größtenteils zu Hause verbringen müssen.

Ansonsten ergeht es uns wie so vielen anderen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in diesen außergewöhnlichen Tagen: Unsere Direktion und Verwaltung muss nahezu täglich umstrukturieren und auf neue Herausforderungen reagieren, unsere IT läuft zu Höchstleitungen auf, damit wir im Homeoffice arbeiten, Meetings per Videokonferenz durchführen und trotz geschlossener Museen weiterhin mit der Welt dort draußen in Kontakt bleiben können. Denn auch für uns gilt: So wenig Kontakt wie möglich, aber dabei nicht die Freude an unserer Arbeit verlieren – und die Hoffnung nicht aufgeben, dass wir die Krise bald überwinden können.

In diesem Sinne: Passt alle auf euch auf und bleibt gesund! Macht weiter und lasst euch nicht unterkriegen!

P.S.: Unser Servicebüro ist zu den üblichen Zeiten auch weiterhin für Anfragen und Buchungen erreichbar.

 

Im Archiv wird kräftig aufgeräumt.
Lange Gänge führen zum Archiv.
Nun ist auch endlich Zeit für eine ordentliche Inventur.
Unsere Pressesprecherin ist auch im Homeoffice für alle internen und externen Anfragen bereit.
Was sich wohl noch für Schätze in unserem Depot befinden? Unser Kollege findet es heraus!
Der Frühjahrsputz findet auch in unseren fünf Museen statt.

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