Luthers Ketzerfeuer - ABGESAGT

10. Dezember 2020
18:30 Uhr
Lutherhaus | Lutherstadt Wittenberg

Vortragsreihe "Luther 1520"

Luthers Ketzerfeuer. Die Bücherverbrennung am 10. Dezember 1520 in Wittenberg und ihre Folgen

Am 10. Dezember 1520 verbrannte Martin Luther die päpstliche Bannandrohungsbulle vor dem Elstertor außerhalb der Stadt Wittenberg. Genau 60 Tage nach der Übermittlung der Bulle „Exsurge Domine“ nach Wittenberg fand die Aktion statt und war Luthers Reaktion auf das Ketzerurteil. Statt wie in der Bulle gefordert seine Lehren zu widerrufen, verurteilte der Wittenberger Reformator mit diesem Schritt seinerseits den Papst. Für Luther war es der Höhepunkt des Prozesses gegen ihn und zugleich ein Akt der Befreiung von der Autorität des Papstes. Zur Verbrennungsaktion hatte Philipp Melanchthon aufgerufen. Zahlreiche Professoren der Universität und Studenten versammelten sich daher um 9 Uhr morgens an der Heiligkreuzkapelle. Nach dem offiziellen Akt durch Luther und Kollegen, bei dem auch Schriften der Luthergegner dem Feuergericht übergeben wurden, setzten die Studenten das Schauspiel ohne Luther fort.
Aber worum ging es bei dieser Verbrennungsaktion genau? Was stand hinter dem Akt und wie reagierten die weltlichen und geistlichen Obrigkeiten? Was bedeutete die Verbrennung für Luther und die Reformation? Und gab es in der Folgezeit ähnliche Aktionen? Diesen und weiteren Fragen sucht der Vortrag - 500 Jahre nach Luthers Ketzerfeuer - nachzugehen und zu beantworten.

Referent: Prof. Dr. Christopher Spehr, leitet seit 2011 den Lehrstuhl für Kirchengeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und ist zur Zeit Dekan der Theologischen Fakultät, Herausgeber des Lutherjahrbuches und Experte im Bereich Martin Luther, Reformationsgeschichte und der Wirkungsgeschichte

Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung wird gemäß den coronabedingt geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen durchgeführt. Die Teilnehmerzahl ist daher begrenzt. Eine vorherige Anmeldung über unser Servicebüro ist unbedingt erforderlich, per Mail an service@martinluther.de oder telefonisch unter 03491-4203-171.

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