Sonderausstellungen

01. Oktober 2020 bis 31. Oktober 2022
Luthers Sterbehaus | Lutherstadt Eisleben

Raus mit der Sprache!

Die Sprache Martin Luthers hat die Welt bewegt: Seine und unsere heutige Sprache werden in unserer Mitmachausstellung „Raus mit der Sprache!“ in Eisleben erfahrbar – experimentell, interaktiv und spielerisch!

weiterlesen

24. Juni 2022 bis 09. Juli 2023
Augusteum | Lutherstadt Wittenberg

Tatort 1522 – Das Escapespiel zur Lutherbibel

Zum 500-jährigen Jubiläum von Luthers Bibelübersetzung präsentieren wir eine Mitmachausstellung im Escape-Raum-Format. Die Ausstellung ist für Schulklassen sowie für Familien und Erwachsenen-Gruppen geeignet.

weiterlesen

Mitmachausstellung ist eröffnet!

23. Juni 2022
Augusteum | Wittenberg

Wittenbergs Oberbürgermeister Torsten Zugehör eröffnete gemeinsam mit Astrid Mühlmann, Verwaltungsdirektorin unserer Stiftung, dem Vorsitzenden des WortWerkWittenberg e. V., Prof. Dr. Gerhard Meiser, und Anja Aichinger, Schulleiterin des Luther-Melanchthon-Gymnasiums Wittenberg sowie Katja Köhler, Teamleiterin der Kulturellen Bildung unserer Stiftung in Wittenberg, die Mitmachausstellung „Tatort 1522 – Das Escapespiel zur Lutherbibel“. Ab morgen, den 24. Juni 2022, ist das Escapespiel für alle zu bestimmten Zeitfenstern buchbar. Bis zum 9. Juli 2023 bleibt die Mitmachausstellung bestehen.

Zum 500-jährigen Jubiläum von Luthers Bibelübersetzung und dem Druck des Septembertestaments in Wittenberg präsentieren wir gemeinsam mit WortWerkWittenberg eine Ausstellung im Escape-Raum-Format: „Tatort 1522“ ist keine kulturhistorische Ausstellung mit Stellwänden, Vitrinen und Exponaten, sondern ein Mitmachangebot und Teamerlebnis. Denn auch die erste Lutherbibel, die im September 1522 – also vor 500 Jahren – erschien, war das Ergebnis einer Teamleistung: die Übersetzung durch die Reformatoren, die Illustrationen durch die Cranach-Werkstatt, die Drucklegung durch Melchior Lotter und nicht zuletzt die Sprache der Wittenberger*innen, denen Luther „auf’s Maul schaute“, um die richtigen und verständlichen deutschen Wörter zu finden. Denn das war Luthers oberstes Anliegen: Eine Übersetzung zu schaffen, die jeder verstehen kann. Das Escapespiel macht die Aktivitäten, die zur Lutherbibel führten, direkt erlebbar.

Prof. Dr. Gerhard Meiser: „Die Bibelübersetzung war ein epochales Ereignis. Die Besonderheit der Lutherbibel liegt auch darin, dass der Text von großer Musikalität ist. Durch diesen speziellen Rhythmus lässt er sich einerseits gut vorlesen, andererseits klingt er einfach schön. Oft wissen wir gar nicht, dass wir heute ganz selbstverständlich Redewendungen gebrauchen, die der Lutherbibel entstammen.“  

Die Erwartungen sind groß, doch die Ware lässt auf sich warten: Im Sommer des Jahres 1522 ist man in Wittenberg neugierig auf das geheimnisvolle Buch, das Martin Luther in seinem Versteck auf der Wartburg begonnen und nach seiner Heimkehr vollendet haben soll. Doch niemand weiß, wo es zu finden ist. Wo also soll die Suche nach dem Werk beginnen? Hat es jemand geraubt oder versucht jemand, den Druck zu verhindern? Viele Rätsel, die es zu lösen gilt, um die Schuldige oder den Schuldigen zu finden.

Dabei durchlaufen die Besucher*innen entweder einzelne Räume oder mehrere Zimmer, in denen sich Hinweise auf die verschollene Übersetzung des Neuen Testaments finden. Überall warten versteckte Rätsel, deren Lösung Türen öffnen und zugleich Indizien für die Suche nach dem verschwundenen Buch liefern.
Bei ihrer Spurensuche am „Tatort 1522“ begegnen die Detektiv*innen prominenten Zeitgenossen wie Philipp Melanchthon in seinem Büro, der mit griechischen und lateinischen Begriffen jongliert, oder dem Kurfürsten Friedrich dem Weisen auf dem Schloss, der ungeduldig auf seine Bestellung wartet. In der Küche des Lutherhauses treffen sie auf die Köchin Dorothea, die nicht nur das Feuer schürt, in der Druckerei von Meister Lotter den Gesellen Hans Lufft, der mächtig unter Druck steht, und in der Werkstatt auf Barbara Cranach, die die Besucher*innen vor der geflügelten Schlange warnt. Es warten Buchstaben und Bilder, Kleider und Früchte, Klänge und Gerüche auf die Besucher*innen, die lesen und lauschen, tasten und zählen, sortieren und kombinieren müssen, um des Rätsels Lösung zu finden. Das Ziel der Suche ist das Buch.

„Tatort 1522 – Das Escapespiel zur Lutherbibel“ bietet über das spielerische Erleben hinaus noch einen weiteren Zugang zur Lutherbibel: In einem Informationsraum werden wichtige Daten und Fakten zusammengefasst. So zeigt eine Wortwolke zahlreiche Wortneuschöpfungen Luthers, die wir heute ganz selbstverständlich gebrauchen. Eine Karte beschäftigt sich mit den zahlreichen Dialekten in Deutschland und an Hörstationen können die Besucher*innen Popsongs lauschen, in denen ebenfalls die Bibel präsent ist. Zudem erfahren sie in einem großen Nachschlagebuch Neues und Kurioses zur Bibel, etwa in wie viele Sprachen sie übersetzt wurde, wann zum ersten Mal in deutscher Sprache zumindest einzelne Wörter aus der Bibel schriftlich vorkommen oder in welcher Ausgabe sich der lustigste Druckfehler eingeschlichen hat.

„Wir haben uns bewusst für das Escape-Raum-Format entschieden, da wir hiermit neben der Vermittlung von Teamarbeit auch historische Zusammenhänge darstellen können. Die Räume sind mit Fakten über die Bibelübersetzung gespickt, sodass die Besucher*innen beim Rätseln auch spielerisch lernen“, erklärt Astrid Mühlmann.

Die Ausstellung ist vor allem für Schulklassen, aber auch für Familien und Erwachsenen-Gruppen geeignet: Sie gehen auf Spurensuche voller Spaß und Spannung und entdecken die bahnbrechende Leistung Martin Luthers und seiner Mitstreiter, die sie mit der Übersetzung der Bibel ins Deutsche erbrachten. Denn durch sie formten sie die heutige deutsche Sprache.

 

Weitere Informationen zur Ausstellung, Buchungsmöglichkeiten und Pressematerialien:

Tatort 1522

« zurück zur Übersicht