Sonderausstellungen

01. Oktober 2020 bis 31. Oktober 2022
Luthers Sterbehaus | Lutherstadt Eisleben

Raus mit der Sprache!

Die Sprache Martin Luthers hat die Welt bewegt: Seine und unsere heutige Sprache werden in unserer Mitmachausstellung „Raus mit der Sprache!“ in Eisleben erfahrbar – experimentell, interaktiv und spielerisch!

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20. August 2021 bis 20. Februar 2022
Augusteum | Lutherstadt Wittenberg

Pest. Eine Seuche verändert die Welt

Kaum eine Krankheit hat bis heute solche Spuren in der abendländischen Kultur hinterlassen und das kulturelle Gedächtnis Europas so tief geprägt wie die Pest. In der neuen Sonderausstellung gehen wir der Pest auf den Grund.

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Süße Wiederkehr

25. Oktober 2021
19:00 Uhr
Lutherhaus | Lutherstadt Wittenberg

16. Wittenberger Renaissance Musikfestival

Der Übergang vom 16. zum 17. Jahrhundert wurde in Italien von großer künstlerischer Kreativität geprägt. Als die führenden Persönlichkeiten, die den Wechsel vom geometrischen Stil der Renaissance hin zur Emotionalität der Barockzeit einleiteten, gelten der Maler Michelangelo Merisi da Caravaggio und Claudio Monteverdi als Komponist. Bevor er auch als Komponist aktiv wurde, spielte Monteverdi die Viola bastarda als angestellter Musiker am Hof der Gonzagas, besser bekannt als Herzöge von Mantua. Die Viola bastarda, ein der Viola da Gamba ähnliches Bass-Streichinstrument, war aufgrund ihres großen Tonumfangs, ihrer Agilität und ihrer unvergleichlichen ausdrucksvollen Eigenschaften das perfekte Instrument für die Entwicklung des Kompositionsstils von der formell orientierten "Prima Pratica" zur "Seconda Pratica", die sich nicht zuletzt in den Dienst der Textverständlichkeit stellte. Die zugrundeliegende polyphone Satzweise der Renaissance geschickt nutzend, komponierten die Viola-bastarda-Virtuosen Feuerwerk der Musik. Dabei geriet die bestehende Kompositionsweise rasch an ihre Grenzen; die beeindruckende Virtuosität der Instrumentalisten jedoch sollte weit in die weitere Geschichte und Entwicklungder italienischen Instrumentalmusik hinein wirken.

Das Programm mit Paolo Pandolfo und Thomas C. Boysen beinhaltet Interpretationen einiger der interessantesten Beispiele aus dem Repertoire für Viola bastarda. Neben Musik von Francesco und Riccardo Rognoni, Vincenzo Bonizzi, Orazio Bassani fasziniert das Duo sein Publikum immer wieder auch mit hinreißenden Ex-Tempore-Vorträgen – zu Deutsch: "Stegreif-Spiel" – auf der Grundlage von Musiziermustern aus der Spätrenaissance. Namensgebend für den Abend ist das berühmteste Madrigal des flämischen Komponisten Cipriano de Rore, der seinerzeit in Italien lebte: Der vierstimmige Vokalsatz "Anchor che col partire" gehört zu den am weitesten verbreiteten Madrigalen des gesamten 16. Jahrhunderts und diente als Grundlage für zahlreiche Bearbeitungen und Weiterverwendungen.

Ticketpreis: 20 Euro / ermäßigt 15 Euro.
Übersicht der Vorverkaufsstellen unter wittenberger-renaissancemusik.de.

Foto (c) Wittenberger Renaissance Musikfestival

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