Restaurierung

Alle Objekte in den Ausstellungen und der Sammlung zu erhalten und zu pflegen ist eine der wichtigen Aufgaben der Stiftung Luthergedenkstätten. An Gemälden, Papier, Holz, Metall, Glas, Stein und gefassten Oberflächen führen Fachrestauratoren vielfältige Konservierungen und Restaurierungen durch. Sie werden von uns koordiniert und begleitet.

Insbesondere in den letzten Jahren, durch die Neugestaltung und Neueinrichtung der Dauerausstellungen in allen fünf Häusern, konnten umfangreiche Restaurierungsprojekte umgesetzt werden. Auch für Sonderausstellungen und Leihgaben an andere Häuser werden laufend Objekte restauriert und konserviert.

Ein Projekt zur Rettung des wertvollen historischen Buchbestandes besteht seit dem Jahr 2000. Bis heute konnten im Rahmen von Buchpatenschaften allein durch private Geldgeber mehr als 170 Drucke, vorwiegend aus dem 16. Jahrhundert, restauriert werden.

Ihre Ansprechpartnerin

Karin Lubitzsch
Restaurierung | Buchpatenschaften
T. +49 (0) 34 91 – 420 31 26
karin.lubitzsch [at] martinluther.de

Die Lutherstube mit seiner weitgehend originalen Ausstattung ist der authentische Ort des Luthergedenkens und Höhepunkt eines jeden Museumsbesuchs im Lutherhaus Wittenberg. Zum Reformationsjubiläum 2017 wird die bereits 1655 als „Museum Lutheri“ benannte Stube eine der meistbesuchten Erinnerungsstätten der in- und ausländischen Gäste sein.

Die Schließzeit des Lutherhauses im Herbst/Winter 2016/17 nutzen wir, um dringende konservatorische und restauratorische Arbeiten des berühmten Raumes vorzunehmen, der seit 1967 keine grundlegende Restaurierung erfahren hat.

Zunächst wurden im Frühjahr 2016 die Oberflächen gereinigt und Schäden kartiert. Parallel haben wir Analysen in Auftrag gegeben, alte Messbildaufnahmen ausgewertet und neue aufgenommen.

Als Grundlage für die folgenden Arbeiten dient ein mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmter Maßnahmenkatalog. Darin ist festgehalten, dass sämtliche fest eingebauten und beweglichen Holzausstattungen, Putze, Fenster und der Ofen restauriert und konserviert werden. Im März 2017 werden alle Arbeiten abgeschlossen sein.

 

Bereits im 16. Jahrhundert besuchten zahlreiche Gäste aus nah und fern die Lutherstube zum Gedächtnis an den Reformator. Mit zahlreichen Kreideinschriften und Ritzungen verewigten sie sich im gesamten Raum. Um diesen Praktiken Einhalt zu gebieten, wurden seit 1783 Gästebücher ausgelegt. Bucheinschreibungen und Wandinschriften liefen noch mehrere Jahrzehnte nebeneinander her, bis spätestens 1883 die Rauminschriften entfernt wurden. Einige wenige sind heute noch erhalten. Die prominenteste ist die Kreideinschrift des Zaren Peter des I., der 1712 der Lutherstube einen Besuch abstattete.

Das erste Gästebuch von 1783 – 100 Jahre vor Gründung des Museums „Lutherhalle“ – zählt zu den frühen memorialen Gästebüchern und ist ein herausragendes Zeugnis der Museumsgeschichte des Lutherhauses.

 
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