Luther, der Ketzer

Ludwig Rabus, Die Leipziger Disputation, kolorierter Holzschnitt, 1557, Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt
22.01.2019
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18:30
 Uhr
Kapelle im Augusteum | Wittenberg
Luther 1519

Nach einer Unterbrechung wurde der Ketzerprozess um Martin Luther erneut aufgenommen. Spätestens dann im Zuge der Leipziger Disputation 1519 war Luther der Ketzerei „überführt“. Luther fiel zudem auf, dass er wie bereits Jan Hus ein Jahrhundert vor ihm Ideen anhing, die seinem Vorgänger letztlich den Ketzertod eingebracht hatte. Aber wie wird man eigentlich zum Ketzer? Welche Folgen hatte das für die Betroffenen und war Luther eigentlich ein „typischer“ Ketzer? Im ersten Beitrag der Vortragsreihe „Luther 1519“ soll diesen Fragen nachgegangen werden.
Der Eintritt ist frei!

Neue Vortragsreihe „Luther 1519“
Mit dem 31.10.1517 beginnt die Reformation. Wie aber geht sie weiter? Das Jahr 1519 ist turbulent: Im Januar stirbt Kaiser Maximilian I., im Sommer übernimmt Karl V. seine Nachfolge. Gleich zweimal sucht ein päpstlicher Gesandter Luther auf und versucht, zwischen Rom und Wittenberg zu vermitteln. Zudem kommt im Rahmen der Leipziger Disputation die Frage auf, ob Luther ein Ketzer ist. Die Vortragsreihe „Luther 1519“ folgt Luthers Weg im Jahr 1519, angebunden an die kommenden 500-jährigen Jubiläen der wichtigen Ereignisse.

WER:  Mirko Gutjahr, Archäologe und Historiker. 2008 bis 2009 kuratierte er die Landesausstel-lung „Fundsache Luther – Archäologen auf den Spuren des Reformators“ und war von 2010 bis 2014 wissenschaftlicher Projektleiter am Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sach-sen-Anhalt. Seit 2014 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt tätig.

WANN: Dienstag, den 22. Januar, um 18:30 Uhr

WO: Kapelle im Augusteum, Collegienstraße 54, 06886 Lutherstadt Wittenberg

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