Sola Scriptura? Luther gegen Eck in der Leipziger Disputation

Ludwig Rabus, Die Leipziger Disputation, kolorierter Holzschnitt, 1557, Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt
12.03.2019
 – 
18:30
 Uhr
Lutherhaus | Lutherstadt Wittenberg
Luther 1519

1519 wird es ernst für Luther: In Leipzig tritt er gegen den Ingolstädter Theologen Johannes Eck zur Disputation an. Eck bringt Luther dazu, den 1415 in Konstanz als Ketzer verbrannten Theologen Jan Hus zu verteidigen und die Unfehlbarkeit von Konzilsbeschlüssen anzuzweifeln. Damit sind wichtige Argumente für den Ketzerprozess gegen Luther gefunden. Aber die Leipziger Disputation ist nicht nur aus historischen Gründen interessant: Im Streit Luthers mit Eck über den Stellenwert der Bibel für den christlichen Glauben werden Positionen sichtbar, die noch heute für den Unterschied zwischen Protestanten und Katholiken eine wichtige Rolle spielen.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht nötig

Mit dem 31.10.1517 beginnt die Reformation. Wie aber geht sie weiter? Das Jahr 1519 ist turbulent: Im Januar stirbt Kaiser Maximilian I., im Sommer übernimmt Karl V. seine Nachfolge. Gleich zweimal sucht ein päpstlicher Gesandter Luther auf und versucht, zwischen Rom und Wittenberg zu vermitteln. Zudem kommt im Rahmen der Leipziger Disputation die Frage auf, ob Luther ein Ketzer ist. Die Vortragsreihe „Luther 1519“ folgt Luthers Weg im Jahr 1519, angebunden an die kommenden 500-jährigen Jubiläen der wichtigen Ereignisse.

Referent: Dr. Dr. Benjamin Hasselhorn, Theologe und Historiker, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Kurator der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt. 2017 kuratierte er die Nationale Sonderausstellung „Luther! 95 Schätze – 95 Menschen“ in Lutherstadt Wittenberg.
Mit diesem Vortrag verabschiedet sich Herr Hasselhorn aus Wittenberg. Ab April wird er an der Universität Würzburg arbeiten.

Zum Seitenanfang scrollen